Neues aus der Bahá'í-Gemeinde

Neues aus der Bahá'í-Gemeinde und dem interreligiösen Bereich in Thüringen

Besuch der Internationalen Sommerschule Erfurt im lokalen Baha’i Centrum am 15.08.2015

Mitte Juli 2015 war unserer Erfurter Baha’i-Gemeinde eine Anfrage des Lehrstuhles für Islamische Studien der Universität Erfurt zugegangen. Darin stand, dass etwa 15 Student/inn/en aus verschiedenen Ländern, dazu 6 aus Erfurt, gern am 15.08. ins Baha’i Centrum EF kommen würden. Nach kurzer Beratung im Geistigen Rat von EF war alles Wesentliche organisiert, so dass dieses Treffen zwischen 13 und 15 Uhr des erwähnten Samstages stattfinden konnte:

Besuch der Internationalen Sommerschule Erfurt im lokalen Baha’i Centrum am 15.08.2015

Neben einem Dozenten, einem Doktoranden des Lehrstuhles und einigen deutschen Student/inne/n, kammen junge Leute verschiedener Fachrichtungen aus den Niederlanden, Russland, Aserbaidschan, Iran, Israel-Palästina, Ägypten, Pakistan, Indien und Bangladesch. 5 Mitglieder unseres Geistigen Rates waren anwesend, dazu 3 Interessent/inn/en des Baha’i-Glaubens.

Unsere Gemeinde-Sekretärin Julia begann mit einem kleinen englischsprachigen Rundgang durchs Haus; es folgte die bei uns schon übliche Vorstellungsrunde im Caféraum mit Getränken und Gebäck. Anschließend gingen wir in den benachbarten Kinderklassenraum, wo unser Schatzmeister Alex per Beamer eine englischsprachige Präsentation mit Bildern, Musik und Baha’i-Zitaten projizierte.

Danach stellten wir uns den interessierten Fragen der Teilnehmenden, vorwiegend zu folgenden Themenbereichen:

  • rechtliche Auffassungen der Baha’i-Religion zu diversen gesellschaftlichen Fragen;
  • interreligiöse Vorstellungen und Aktivitäten der Gemeinde;
  • zum Ideal alltäglicher Glaubenspraxis der Mitglieder.

Die Gesprächs-Atmosphäre war freundlich, wenn nicht gar freundschaftlich – und dies trotz einiger brisanter Themen.

Der Abschluss dieser Veranstaltung fand wieder im Caféraum statt, wo in kleineren Gesprächseinheiten bestimmte Themen vertieft wurden, wofür die Zeit offenkundig nicht ganz ausreichte, weil die Teilnehmer/innen noch einen Festabend vorzubereiten hatten.

Auf Helmuts Anregung hin, fuhr ich mit ihm auch zu diesem Treffen im Lehrgebäude 4 der Uni EF. Das internationale Fest begann unterm Dach gegen 19 Uhr. Wir konnten in diesem Rahmen weitere interessante Gespräche führen, wobei wir auch uns bislang unbekannte Menschen kennen lernten. Wir erlebten verschiedene Film-, Tanz- und Lied-Präsentationen, wozu wir ein international ausgestattetes Essensbuffet genießen durften. Bei Beginn der Dunkelheit, etwa 21 Uhr, begaben wir uns auf den Heimweg – im Bewusstsein, dass hier wahrscheinlich religiös und wissenschaftlich weiterführende Kontakte geschlossen werden konnten.

Wahre Kultur kann den Weltfrieden stiften

Wahre Kultur wird ihr Banner mitten im Herzen der Welt entfalten, sobald eine gewisse Zahl ihrer vorzüglichen, hochgesinnten Herrscher – leuchtende Vorbilder der Ergebenheit und Entschiedenheit – mit festem Entschluss und klarem Blick daran geht, den Weltfrieden zu stiften. Sie müssen die Friedensfrage zum Gegenstand allgemeiner Beratung machen und mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln versuchen, einen Weltvölkerbund zu schaffen. Sie müssen einen verbindlichen Vertrag und einen Bund schließen, dessen Verfügungen vernünftig, unverletzlich und bestimmt sind. Diesen Vertrag müssen sie der ganzen Welt bekannt geben und die Bestätigung des gesamten Menschengeschlechts für ihn erlangen. Ein derart erhabenes und edles Unternehmen – der wahre Quell des Friedens und Wohlergehens für die ganze Welt -– sollte allen, die auf Erden wohnen, heilig sein. Alle Kräfte der Menschheit müssen frei gemacht werden, um die Dauer und Beständigkeit dieses größten aller Bündnisse zu sichern. In diesem allumfassenden Vertrag sollten die Grenzen jedes einzelnen Landes deutlich festgelegt, die Grundsätze, die den Beziehungen der Regierungen untereinander zugrunde liegen, klar verzeichnet und alle internationalen Vereinbarungen und Verpflichtungen bekräftigt werden. In gleicher Weise sollte der Umfang der Rüstungen für jede Regierung genauestens umgrenzt werden, denn wenn die Zunahme der Kriegsvorbereitungen und Truppenstärken in irgendeinem Land gestattet wäre, so würde dadurch das Misstrauen anderer geweckt. Die Hauptgrundlage dieses feierlichen Vertrages sollte so verankert werden, dass bei einer späteren Verletzung irgendeiner Bestimmung durch irgendeine Regierung sich alle Regierungen der Erde erheben, um jene wieder zu voller Unterwerfung unter den Vertrag zu bringen, nein, die Menschheit als Ganzes sollte sich entschließen, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln jene Regierung zu vernichten. Wird dieses größte aller Heilmittel auf den kranken Körper der Welt angewandt, so wird er sich gewiss wieder von seinen Leiden erholen und dauernd bewahrt und heil bleiben.
(‘Abdu’l-Bahás, 'Das Geheimnis göttlicher Kultur')
 

Bahá'í Centrum Erfurt

Josef-Ries-Straße 11
99086 Erfurt
E-Mail: erfurt@~@bahai.de
Tel.: 01525 4739269

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