Neues aus der Bahá'í-Gemeinde

Neues aus der Bahá'í-Gemeinde und dem interreligiösen Bereich in Thüringen

19 Tagefest Rahmat im Bahá'í Centrum

So feierten wir mit vielen Freunden das 19 Tagefest Rahmat am 24. Juni. Eine Zusammenkunft aus 7 Nationen, wahrlich Einheit in der Vielfalt.

19 Tagefest Rahmat im Bahá'í Centrum

Der Bahá'í-Kalender beginnt mit der Erklärung des Báb am 22. Mai 1844. Der Bahá'í-Monat beginnt mit dem 19-Tagefest. Es ist ein normaler Arbeitstag. Bahá‘í treffen sich abends zu einer Zusammenkunft, die aus drei Teilen besteht: Geistiger Teil, beratender Teil, sozialer Teil. Das Bahá‘í-Jahr besteht aus 19 Monaten.

»Wenn dieses Fest in gebührender Weise gefeiert wird«, erklärt Abdu'l-Bahá, »werden die Freunde erkennen, daß sie einmal in neunzehn Tagen geistig neu belebt und mit einer Kraft ausgestattet werden, die nicht von dieser Welt ist.« Um für dieses ruhmreiche Ergebnis zu sorgen, müssen alle Freunde den klar umrissenen Plan des Festes hinreichend verstehen. Bekannt ist, daß das Fest drei verschiedene, jedoch in engem Zusammenhang stehende Teile hat: den geistigen, den administrativen und den geselligen Teil. Im ersten werden Gebete gesprochen und Heilige Texte gelesen. Der zweite ist ein allgemeines Treffen, bei dem der örtliche Geistige Rat der Gemeinde von seinen Tätigkeiten, Plänen und Problemen berichtet, Neuigkeiten und Botschaften aus dem Weltzentrum und vom Nationalen Rat mitteilt und im Laufe der Beratung von den Freunden Anregungen und Empfehlungen bekommt. Im dritten nehmen alle Erfrischungen zu sich und beschäftigen sich mit Dingen, die in kulturell bedingter Mannigfaltigkeit, bei der die Grundsätze des Glaubens oder der Grundcharakter des Festes nicht verletzt werden, gegenseitige Verbundenheit pflegen sollen.

Die Qualität der Vorbereitung und Mitwirkung des einzelnen bedingen in sehr hohem Maße den Erfolg des Festes. Der geliebte Meister gibt den folgenden Rat: »Gebt den Neunzehntage-Versammlungen großes Gewicht, auf daß bei diesen Gelegenheiten die Geliebten Gottes und die Dienerinnen des Barmherzigen ihr Angesicht dem Königreich zuwenden, die Verse Gottes singen, Gottes Beistand suchen, sich freudig in Liebe einander zuwenden und wachsen an Reinheit, Heiligkeit, Gottesfurcht und an Widerstandskraft gegen selbstische Leidenschaft. So werden sie sich von dieser stofflichen Welt lösen und sich in die Glut des Geistes versenken.«

Die im menschlichen Streben ruhende Kraft zum Frieden

O du Dienerin Gottes! Der Friede muss zuerst unter den einzelnen Menschen gestiftet werden, bis er schließlich zum Frieden unter den Nationen führt. O ihr Bahá’í! Strebt deshalb mit ganzer Kraft danach, durch die Macht des Gotteswortes echte Liebe, geistige Gemeinschaft und dauerhafte Bande zwischen den Menschen zu schaffen.
(‘Abdu’l-Bahá, 'Briefe und Botschaften')
 

Wenn solche erfreulichen Zustände einträten, müsste keine Regierung mehr ständig Waffen speichern oder sich gezwungen sehen, immer neues Kriegsgerät herzustellen, um damit die Menschheit zu unterwerfen. Eine kleine Streitmacht für die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit, die Verfolgung krimineller und die Ordnung gefährdender Elemente und die Verhütung örtlicher Unruhen würde genügen – nichts weiter. Vor allem wäre auf diese Weise die ganze Weltbevölkerung von der drückenden Last der Rüstungsausgaben befreit; außerdem brauchten zahllose Menschen nicht länger ihre Zeit darauf zu verschwenden, ständig neue Vernichtungswaffen zu ersinnen, diese Zeugen von Habsucht und Blutrünstigkeit, so unvereinbar mit dem Geschenk des Lebens. Stattdessen könnten sie ihren Eifer auf die Entwicklung von dem, was das menschliche Leben erleichtert, Frieden und Wohlstand fördert, richten und so zu weltweitem Fortschritt und Wohlstand beitragen. Jede Nation auf Erden würde dann zu seinen Ehren regieren, und jedes Volk fühlte sich in Ruhe und Zufriedenheit geborgen.

(‘Abdu’l-Bahá, ‘Das Geheimnis göttlicher Kultur’)

 

Bahá'í Centrum Erfurt

Josef-Ries-Straße 11
99086 Erfurt
E-Mail: erfurt@~@bahai.de
Tel.: 01525 4739269

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