Neues aus der Bahá'í-Gemeinde

Neues aus der Bahá'í-Gemeinde und dem interreligiösen Bereich in Thüringen

Ein Tribut zu Ehren der Zweihundertjahrfeier

Staats- und Landesführern aus verschiedenen Teilen der Welt Ehren Bahá'u'lláh. 
Mit Freude erfüllt auch die Resonanz seitens einer Reihe von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, sei es auf internationaler, nationaler, regionaler oder kommunaler Ebene.

Glück- und Segenswünsche, des Bischofs Dr. Georg Bätzing

Glück- und Segenswünsche, des Bischofs Dr. Georg Bätzing.

Glückwünsche von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier anlässlich des 200. Jahrestages der Geburt Bahá’u’lláhs, die er über seinen Staatssekretär und Chef des Bundespräsidialamtes übermittelte.

In dem Schreiben des Bundespräsidialamts wird auch die Wertschätzung und Anerkennung des Bundespräsidenten für das vielfältige Engagement und Wirken der Mitglieder der Bahá’í-Gemeinde in Deutschland zum Ausdruck gebracht. Die engagierten Tätigkeiten der Bahá’í-Gemeinde in Deutschland im Lichte ihres Glaubensprinzips der Einheit der Menschheit und der sich daraus ergebenden Vision der gesellschaftlichen Entwicklung zeige eine handlungsorientierte Ethik auf. Dies sei eine gute Grundlage für ein friedliches und gelingendes Zusammenleben in einer Welt, die zunehmend an Komplexität gewinnt.

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen

„Die Bahá’í glauben daran, dass die gesamte Menschheit eine Einheit bildet. Und deshalb setzen sie sich dafür ein, alle Menschen zu respektieren, gleich, woher sie stammen, wie sie leben und woran sie glauben. In unsere Zeit übertragen heißt das, sich für das friedliche Zusammenleben aller Menschen unterschiedlichen Glaubens zu engagieren. Wer in den Schriften Bahá’u’lláhs liest, der weiß, dass er für den offenen Meinungsaustausch ebenso eintrat wie für den Abbau von Vorurteilen.“

Dr. Franz Brendle, Geschäftsführer des Runden Tisches der Religionen in Deutschland

„Die Botschaft Bahá’u’lláhs ist an die ganze Menschheit gerichtet. Worte Bahá’u’lláhs wie »Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger« oder »Verkehret mit den Anhängern aller Religionen im Geiste des Wohlwollens und der Brüderlichkeit« inspirieren und spornen zum Handeln an. Angesichts vieler Themen, denen wir uns heute gegenübersehen, gilt es unseren Blick auf die eine Menschheit zu richten. Alle Menschen haben gemeinsame Wurzeln und müssen lernen, gedeihlich zusammenzuleben.“

Michael Bußer, Staatssekretär in der Hessischen Staatskanzlei und Sprecher der Hessischen Landesregierung

„Die Beziehungen der Religionen untereinander sind bis heute ein zentrales Thema auch der Bahá’í. Sie suchen nach ihrem Selbstverständnis nicht die Abgrenzung von anderen Religionen, sondern das Einigende. Die Kernbotschaft der Lehre der Bahá’í fußt ja auf der Überzeugung, wonach die ganze Menschheit als ein Organismus zu sehen ist, dessen Teile – ob einzelne Nationen, Ethnien oder Religionen – nicht wichtiger als das Ganze sind. In allen Religionen sehen sie die Widerspiegelungen derselben Wahrheit. Alle großen Weltreligionen sind nach Verständnis der Bahá’í ihrem Ursprung nach göttlich und sollten eine Einheit bilden.“

Kerstin Schreyer, Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung

„Sehr beeindruckend finde ich, dass ein Mittelpunkt der Bahá’í-Religion der Glaube an die Einheit der Menschheit in ihrer Vielfalt ist. Dementsprechend ist den Gläubigen die gesellschaftliche Entwicklung und der soziale Zusammenhalt sehr wichtig. … Religionen können sehr viel zum sozialen Zusammenhalt beitragen. Es ist sehr erfreulich, dass sich die Bahá’í-Religion für die Gleichberechtigung von Mann und Frau einsetzt. Bahá’u’lláh hat sich im 19. Jahrhundert in seinen Schriften mit der Gleichberechtigung von Frau und Mann auseinandergesetzt. … Damit war er seiner Zeit weit voraus. Er war Pionier und Vordenker. Und das über die eigene Religion hinaus.“

Franz Alt, Journalist und Buchautor

„Wenn ich im Jahr 2017 die Worte Bahá’u’lláhs lese, dann spüre ich den leisen Atem einer besseren Zukunft. Was braucht unsere Welt heute mehr als diese moderne Religion, die Sie verkörpern? Dafür danke ich Ihnen.“

Wahre Kultur kann den Weltfrieden stiften

Wahre Kultur wird ihr Banner mitten im Herzen der Welt entfalten, sobald eine gewisse Zahl ihrer vorzüglichen, hochgesinnten Herrscher – leuchtende Vorbilder der Ergebenheit und Entschiedenheit – mit festem Entschluss und klarem Blick daran geht, den Weltfrieden zu stiften. Sie müssen die Friedensfrage zum Gegenstand allgemeiner Beratung machen und mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln versuchen, einen Weltvölkerbund zu schaffen. Sie müssen einen verbindlichen Vertrag und einen Bund schließen, dessen Verfügungen vernünftig, unverletzlich und bestimmt sind. Diesen Vertrag müssen sie der ganzen Welt bekannt geben und die Bestätigung des gesamten Menschengeschlechts für ihn erlangen. Ein derart erhabenes und edles Unternehmen – der wahre Quell des Friedens und Wohlergehens für die ganze Welt -– sollte allen, die auf Erden wohnen, heilig sein. Alle Kräfte der Menschheit müssen frei gemacht werden, um die Dauer und Beständigkeit dieses größten aller Bündnisse zu sichern. In diesem allumfassenden Vertrag sollten die Grenzen jedes einzelnen Landes deutlich festgelegt, die Grundsätze, die den Beziehungen der Regierungen untereinander zugrunde liegen, klar verzeichnet und alle internationalen Vereinbarungen und Verpflichtungen bekräftigt werden. In gleicher Weise sollte der Umfang der Rüstungen für jede Regierung genauestens umgrenzt werden, denn wenn die Zunahme der Kriegsvorbereitungen und Truppenstärken in irgendeinem Land gestattet wäre, so würde dadurch das Misstrauen anderer geweckt. Die Hauptgrundlage dieses feierlichen Vertrages sollte so verankert werden, dass bei einer späteren Verletzung irgendeiner Bestimmung durch irgendeine Regierung sich alle Regierungen der Erde erheben, um jene wieder zu voller Unterwerfung unter den Vertrag zu bringen, nein, die Menschheit als Ganzes sollte sich entschließen, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln jene Regierung zu vernichten. Wird dieses größte aller Heilmittel auf den kranken Körper der Welt angewandt, so wird er sich gewiss wieder von seinen Leiden erholen und dauernd bewahrt und heil bleiben.
(‘Abdu’l-Bahás, 'Das Geheimnis göttlicher Kultur')
 

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