Neues aus der Bahá'í-Gemeinde

Neues aus der Bahá'í-Gemeinde und dem interreligiösen Bereich in Thüringen

Die Bahá'í Familie trifft sich, basteln mit der Zahl "9"

Heute zum ersten Weihnachtsfeiertag trafen sich einige Freunde zum Basteln und gemeinsamen Austausch im Bahá'í-Centrum. Wir bastelten verschieden 9-zackige Sterne, hatten gemeinsam leckeren Kuchen und ein Abendessen.

Basteln m it der Zahl 9
Basteln m it der Zahl 9
Basteln m it der Zahl 9

Der neunzackige Stern symbolisiert Vollkommenheit und Einheit, sie ist die Zahl der Perfektion, der Kulmination und der Vollständigkeit. Es ist die höchste einstellige Ziffer. Es ist die Ziffer, die alle anderen enthält, weil man die Zahl durch Addition jeweils zweier Ziffern erreichen kann, was keine Ziffer ausschließt. Jede einstellige Zahl, die mit 9 multipliziert wird, ergibt eine Summe, die als Quersumme wieder 9 hat. In diesem Sinne wurde die 9 schon im Judentum als Symbol der unveränderbaren Wahrheit gesehen.

Die Quersumme der Zahlenwerte des Wortes „Bahá“ (persisch "Glanz, Herrlichkeit") ergibt die Zahl neun und so wird häufig die Zahl 9 in Bahá'í-Symbolen verwendet. Der neunzackige Stern wird öfter benutzt als alle anderen Symbole. Obwohl er kein Teil der Lehren des Bahá'í-Glaubens ist, wird er üblicherweise als ein Emblem verwendet, die Zahl "9" repräsentiert hier Vollkommenheit, Einheit. Und die „Einheit der Menschheit in ihrer Vielfalt“ ist das Ziel der Bahai.

Auch unser Logo links, ist ein Stern mit neun Strahlen, die Zahl 9 begegnet uns in der Bahá'í-Religion auch in vielen anderen Bereichen.

Zum Beispiel hat ein Haus der Andacht, (arabisch Mashriqu'l-Adhkár „Aufgangsort des Lobpreises Gottes“), 9 identisch geformte Eingänge, die sich in alle Himmelsrichtungen öffnen und keiner Richtung den Vorzug geben, ein Raum in dem sich Angehörige aller Religionen wohlfühlen können, er soll alle vereinen, die an eine Absolute Wahrheit glauben, unabhängig von der konkreten Religion, vom sozialen Hintergrund, von Rassen- und Länderzugehörigkeit. 

Die Zahl 9 erinnert auch an die Bahá'í-Geschichte: 9 Jahre nach der Verkündigung des Bab in Shiraz empfing Bahá'u'lláh, während seiner Einkerkerung, die Vision des Willen Gottes für die Menschheit.

Das höchste Gremium der Bahá'í-Religion, die weder Geistliche noch Priester kennt, sondern nur gewählte und ernannte Verantwortliche, ist das Universale Haus der Gerechtigkeit in Haifa. Es hat neun Mitglieder, die alle fünf Jahre von den nationalen Körperschaften gewählt werden. Auf lokaler Ebene gibt es neunköpfige lokale geistige Körperschaften (Geistige Räte).

Vorurteile der Religion, der Rasse oder der politischen Zugehörigkeit zerstören die Grundlagen der Menschheit

Die ganze Welt muss als ein einziges Land betrachtet werden, alle Völker als ein Volk und alle Menschen als Angehörige einer Rasse. Religionen, Rassen und Nationen sind alle nur Trennungen, die der Mensch gemacht hat, und nur in seinem Denken nötig. Vor Gott gibt es weder Perser, noch Araber, Franzosen oder Engländer, denn Gott ist ihrer aller Gott, und für ihn gibt es nur eine Schöpfung. Wir müssen Gott gehorchen und danach streben, ihm zu folgen, indem wir alle unsere Vorurteile hinwegtun und der Erde Frieden bringen.

Die Wohlfahrt der Menschheit, ihr Friede und ihre Sicherheit sind unerreichbar, wenn und ehe nicht ihre Einheit fest begründet ist.

Bahá'í Centrum Erfurt

Josef-Ries-Straße 11
99086 Erfurt
E-Mail: erfurt(at)bahai.de
Tel.: 0178 488 14 51

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