Glossar der auf dieser Seite verwendeten Begriffe

Im Bahá'í-Glauben verwendete Begriffe

Verwaltungsordnung,

das internationale System für die Verwaltung der Angelegenheiten der Bahá'í-Gemeinde

Von Bahá'u'lláh eingesetzt, ist es die Instanz, durch die der Geist Seiner Offenbarung seine transformierenden Auswirkungen auf die Menschheit ausüben soll und durch welche die Bahá'í-Weltgemeinschaft eingeführt werden wird. Seine beiden krönenden Institutionen sind das Hütertum und das Universale Haus der Gerechtigkeit. Die Institutionen, aus denen es besteht, und die Prinzipien, nach denen es funktioniert, sind in den Schriften Bahá'u'lláhs und ‘Abdu’l-Bahás dargelegt. Seine Struktur wurde von Shoghi Effendi während seines Dienstes als Glaubenshüter (1921-57) weiter geklärt und aufgedeckt. Dieser Prozess der Aufklärung wird unter der Leitung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit fortgesetzt, dem obersten Verwaltungs- und Gesetzgebungsorgan des Bahá'í-Glaubens, das von nationalen und örtlichen Geistigen Räten unterstützt wird, die von Mitgliedern der Bahá'í-Gemeinschaft gewählt werden. Diese örtlichen und nationalen Gremien sind befugt, die Angelegenheiten der Bahá'í-Gemeinde zu lenken und die Gesetze und Standards der Bahá'í aufrechtzuerhalten. Sie sind auch für die Bildung, Anleitung und den Schutz der Gemeinde verantwortlich. Die Verwaltungsordnung umfasst auch die Institutionen der Hände der Sache Gottes, das Internationale Lehrzentrum und die kontinentalen Beratungs- und ihre Hilfsgremien, dazu Assistenten, die eine besondere Verantwortung für den Schutz und die Verbreitung des Glaubens tragen und mit den Geistigen Räten die Funktionen der Erziehung, Beratung und Betreuung der Mitglieder der Bahá'í-Gemeinschaft teilen. Weitere Institutionen der Verwaltungsordnung sind Huqúqu'lláh, der Bahá'í-Fonds, der Mashriqu'l-Adhkár und das Neunzehn-Tage-Fest. Die heutige Bahá'í-Verwaltungsordnung ist der Vorläufer der WeltordnungBahá'u'lláhs und wird von Shoghi Effendi als deren "Kern" und "Muster" beschrieben.

»Das Hinscheiden 'Abdu'l-Bahás bedeutete das Ende des Heroischen Zeitalters des Bahá'í-Glaubens und bezeichnete zugleich den Beginn des Gestaltgebenden Zeitalters, das den schrittweisen Ausbau der Verwaltungsordnung des Glaubens bringen soll. Ihre Errichtung war vom Báb vorhergesagt, ihre Gesetze von Bahá'u'lláh geoffenbart und ihre Umrisse durch 'Abdu'l-Bahá in seinem Willen und Testament vorgezeichnet worden.«

»Die Verwaltungsordnung des Glaubens von Bahá'u'lláh ist dazu bestimmt, sich zu einem Bahá'í-Weltgemeinwesen zu entwickeln.«

(Shoghi Effendi, 'Der Verheißene Tag ist Gekommen')

»Dass dieser Prozess weiterhin an Reichweite und Einfluss gewinnen wird und die Verwaltungsordnung im Laufe der Zeit "nicht nur als Kern, sondern als das Muster der neuen Weltordnung angesehen" wird, geht klar aus seinen Schriften hervor. "In einer Welt, deren Gefüge politischer und gesellschaftlicher Institutionen schadhaft, deren Schau getrübt und deren Gewissen irregeführt ist, deren Religionssysteme blutleer geworden sind und ihre Wirksamkeit verloren haben," beteuert er so eindringlich, nimmt nun "dieses heilende Mittel, diese treibende Macht, diese zementierende Kraft, allbelebend und alldurchdringend," Gestalt an, "verdichtet sich in Institutionen" und "mobilisiert ihre Kräfte".«

(Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 28. Dezember 2010)

 

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