Glossar der auf dieser Seite verwendeten Begriffe

Im Bahá'í-Glauben verwendete Begriffe

Örtlicher Geistiger Rat,

die örtliche Verwaltungsbehörde im Bahá'í-Glauben -

eingesetzt im Buch 'Kitáb-i-Aqdas'. Die neun Mitglieder werden jedes Jahr zu Ridván in geheimer Wahl direkt aus den Reihen der mindestens 21 Jahre alten Gläubigen einer Gemeinde gewählt.

Der Örtliche Geistige Rat verwaltet auf lokaler Ebene die Bahá'í-Gemeinde und nimmt die administrativen Aufgaben wahr. Zu den Aufgaben des örtlichen Geistigen Rates zählt die Organisation von Gemeindetreffen, Feiertagen und Neunzehntagefesten. Der Rat ist auch bei Projekten, die den interreligiösen und interkulturellen Dialog betreffen, tätig und unterstützt soziale Projekte. Außerdem hat er beratende Funktion und hilft den Gemeindemitgliedern bei persönlichen Problemen, Nöten oder Glaubensfragen.

Gemeinsam mit dem Priestertum hat der Örtliche Geistige Rat als Aufgaben lediglich: Durchführung von Eheschließungen, Beerdigungen, Seelsorge für die Gemeinde und bei Bedarf auch darüber hinaus.

»Die Urewige Schönheit wandte sich an die Völker und bestimmte, dass in jeder Stadt der Welt ein Haus im Namen der Gerechtigkeit errichtet werde, wo reine und standhafte Seelen sich gemäß der Zahl des Größten Namens (neun) versammeln sollen. In dieser Versammlung sollten sie sich fühlen, als träten sie in die Gegenwart Gottes, weil dieser bindende Befehl aus der Feder Dessen floss, der der Urewige der Tage ist. Gottes Auge ruht auf dieser Versammlung.«

(Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 11.11.1986)

»Der Geistige Rat vertritt die örtliche Bahá'í-Gemeinde gegenüber dem Nationalen Geistigen Rat, gegenüber dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, gegenüber anderen Geistigen Räten und gegenüber der Öffentlichkeit.«

(Satzung eines Geistigen Rates)

»Um zum Zweck der Bildung oder Wahl eines Geistigen Rates zur Gemeinde zu gehören, muss ein Gläubiger am ersten Ridván-Tag (21. April) im Rechtsbereich dieser Gemeinde wohnen.«

(Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 5.10.1979)

»Ein festgegründetes, aktives und glückliches Gemeindeleben - das sich einstellt, wenn ein örtlicher Geistiger Rat tatsächlich wirksam wird - verschafft den Freunden eine feste Grundlage, von der sie Mut, Stärke und liebevollen Beistand beziehen, wenn sie die göttliche Botschaft zu ihren Mitmenschen tragen und ihr Leben nach dieser wohltätigen Richtschnur ausrichten.«

(Universales Haus der Gerechtigkeit, Naw-Rúz-Botschaft, 21. März 1974)

Siehe auch: Geistige Räte.

Siehe auch: Nationaler Geistiger Rat.

 

Örtlicher Geistiger Rat, die örtliche Verwaltungsbehörde im Bahá'í-Glauben
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