Glossar der auf dieser Seite verwendeten Begriffe

Im Bahá'í-Glauben verwendete Begriffe

Huqúqu'lláh,

das ›Recht Gottes‹

Ein sozioökonomisches und religiöses Gesetz, eine Abgabe von 19 Prozent auf jenen Besitz, der über das hinausgeht, was für ein bequemes Leben grundlegend notwendig ist. Die Verantwortung für die Berechnung und Zahlung obliegt jedem Einzelnen, sie muss aus freien Stücken erfolgen und darf von niemandem eingefordert oder kontrolliert werden. Das Geld soll für gemeinnützige Projekte eingesetzt werden und in zunehmendem Maße der Umverteilung des Reichtums dienen.

»Das Huqúqu'lláh, "das Recht Gottes", ist ein bedeutendes Gesetz und eine heilige Institution. Im Heiligsten Buch (Kitáb-i-Aqdas) niedergelegt, ist es ein Stützpfeiler der Weltordnung Bahá'u'lláhs. Es wirkt sich weithin aus, von der gesteigerten Wohlfahrt des einzelnen Menschen bis hin zur gefestigten Amtsgewalt und erweiterten Tätigkeit des Oberhaupts unseres Glaubens. Mit der Erschließung einer plan- und regelmäßig sprudelnden Einnahmequelle für die Zentralinstitution der Sache Gottes sichert Bahá'u'lláh dem Weltzentrum Seines Glaubens die Mittel für eine unabhängige, entschiedene Amtsausübung.«

(Botschaften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, 26 November 2000)

»Das Huqúqu'lláh ist für weitere Einheiten von 19 Mithqál Gold fällig, wenn das in der Folge erworbene Eigentum nach Abzug der jährlichen Ausgaben den Wert des abgabepflichtigen Vermögens entsprechend erhöht. Zu den abzugsfähigen Ausgaben gehören:

  • die allgemeinen Lebenshaltungskosten.
  • Verluste und Kosten, die beim Verkauf von Besitztümern entstehen.
  • an die öffentliche Hand bezahlte Steuern und Abgaben.«

(Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, '26 November 2000)

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