Glossar der auf dieser Seite verwendeten Begriffe

Im Bahá'í-Glauben verwendete Begriffe

Bund,

der Große und der Kleine Bund

Der Große Bund ist eine dauerhafte Vereinbarung zwischen Gott und der Menschheit bezüglich der nachfolgenden Manifestation. Der Kleine Bund ist derjenige, den eine Manifestation Gottes bezüglich ihres unmittelbaren Nachfolgers schließt.

»Der immer wiederkehrende Beweis für die Existenz Gottes ist daher, dass Er sich seit undenklichen Zeiten immer wieder selbst offenbart. In einem größeren Zusammenhang, so erklärt Bahá'u'lláh, stellt das gewaltige Epos der religiösen Geschichte der Menschheit die Erfüllung des "Bundes" dar. Der "Bund" ist das bleibende Versprechen, mit dem der Schöpfer aller Dinge der Menschheit die nie versagende, immer vorhandene Führung zusagt. Diese Führung ist für ihre geistige und moralische Entwicklung wesentlich und enthält die Aufforderung, diese Werte zu verinnerlichen und ihnen Ausdruck zu verleihen.«

(Universales Haus der Gerechtigkeit, 'Ein gemeinsamer Glaube')

In Seinem Testament, dem 'Kitáb-i-'Ahd' (Buch des Bundes), ernannte Bahá'u'lláh eindeutig ‘Abdu’l-Bahá zu seinem Nachfolger und bezeichnete ihn als "den, den Gott bestimmt hat", an den sich alle nach Bahá'u'lláhs Tod wenden sollten. ‘Abdu’l-Bahá ist das Zentrum des Bundes.

Die Absicht des Bundes ist der Schutz der Einheit des Bahá'í-Glaubens:

»Als die Gesegnete Schönheit dieses Bündnis und Testament besiegelte, hatte Sie das Ziel, alle Lebewesen um einen Punkt zu sammeln, damit die gedankenlosen Seelen, die in jedem Zeit- und Menschenalter Zwietracht bewirken, die Sache Gottes nicht zugrunde richten können. Er hat deshalb befohlen, dass alles, was vom Mittelpunkt des Bündnisses ausgeht, rechtens ist und unter Seinem Schutz und Seiner Gnade steht, während alles andere Irrtum ist.«

(‘Abdu’l-Bahá 'Briefe und Botschaften')

Durch diese Ernennung und Bestimmung hat er die Religion Gottes vor Differenzen und Spaltungen geschützt und es unmöglich gemacht, dass jemand eine neue Sekte oder Glaubensfraktion gründen kann. Um Einheit und Übereinstimmung zu gewährleisten, ist er mit allen Menschen der Welt, einschließlich des Auslegers und Erklärers seiner Lehren, einen Bund eingegangen, damit niemand die Religion Gottes nach seiner eigenen Ansicht oder Meinung interpretieren oder erklären und so eine Sekte schaffen kann, die auf seinem individuellen Verständnis der göttlichen Worte beruht.

Der Bund von Bahá'u'lláh ist einzigartig in der Religionsgeschichte:

»So fest und mächtig ist dieser Bund«, bekräftigt Er, der ernannte Mittelpunkt dieses Bundes, »dass seit Anbeginn der Zeit bis zum heutigen Tag keine religiöse Sendung etwas Ähnliches hervorbrachte.«

Darüber hinaus bildet der Pakt die Grundlage für die primäre Soziallehre der OffenbarungBahá'u'lláhs:

»Der Angelpunkt der Einheit der Menschheit ist unbezweifelbar nichts anderes als die Macht des Bundes.«

(Shoghi Effendi, 'Gott Geht Vorüber')

Synonyme: Bundes, Bund
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