Sieben Beweise für Bahá'u'lláhs Mission

Sieben Beweise für Bahá'u'lláhs Mission

Bahá'u'lláh, der Prophet und Stifter des Bahá'í-Glaubens, erklärte, Er sei Gottes Botschafter für diese Zeit der Menschheitsgeschichte welche das seit Anbeginn der Geschichte verheißene Reich des Friedens einleiten soll.

Außerdem erklärte Er, dass Er »der Verheißene aller Völker und Religionen, sei«, um die Menschheit zu vereinen und das Reich Gottes auf der Erde zu errichten.

Wie stellen wir fest, ob diese Behauptungen wahr oder falsch sind?

Christus gab das Richtmaß. In Bezug auf das Kommen falscher Propheten sagte Er: »... an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.« (Matthäus 7:16).

Zu Ihrer Erwägung sind nachfolgend sieben Früchte oder Beweise von Bahá'u'lláhs Prophetentum aufgezeigt:

1. Die Schönheit, Einsicht und Kraft seiner Schriften. (Die Worte "Mein" und "Ich" beziehen sich auf Gott.)

»O Sohn der Gerechtigkeit!
Wohin kann ein Liebender gehen außer ins Land seines Geliebten? Und welcher Sucher fände Ruhe fern der Sehnsucht seines Herzens? Für den aufrichtig Liebenden ist Vereinigung Leben und Trennung Tod. Seine Brust kennt keine Geduld, sein Herz keinen Frieden. Tausend Leben gäbe er hin, um zur Wohnstatt seines Geliebten zu eilen.«

»Gott sei gelobt!« ruft 'Abdu'l-Bahá Seinerseits aus. »Die Sonne der Gerechtigkeit ist über dem Horizont Bahá'u'lláhs emporgestiegen. Denn in Seinen Tablets wurden die Grundlagen für eine solche Gerechtigkeit gelegt, wie sie keine Vernunft von Anbeginn der Schöpfung an ersinnen konnte.«

»O Sohn des Geistes!
Reich erschuf Ich dich, warum machst du dich selbst arm? Edel erschuf Ich dich, warum erniedrigst du dich selbst? Aus dem Wesen des Wissens gab Ich dir Leben, warum suchst du Erleuchtung bei anderen als Mir? Aus dem Ton der Liebe formte Ich dich, warum befasst du dich mit anderem? Schaue in dich, dass du Mich in dir findest, mächtig, stark und selbstbestehend.
«

Weitere Schriften Bahá'u'lláhs finden Sie hier: www.bahaullah.de

2. Seine Lehren

»Es rühme sich nicht der, welcher sein Vaterland liebt, sondern der, welcher die ganze Welt liebt.«

Durch die von diesem erhabenen Wort entfesselte Kraft verleiht Bahá'u'lláh den Vögeln der Menschenherzen frischen Schwung, weist ihnen eine neue Richtung und tilgt jede Spur von Beschränkung und Begrenzung aus Gottes heiligem Buch.

Bahá'u'lláhs Lehren kreisen um drei Grundprinzipien: die Einheit Gottes, die Einheit der Menschheit und die Einheit der Religion.

Es hat sich immer wieder gezeigt, dass Einheit und Harmonie von Vorteil sind. Bahá'u'lláh betonte die Notwendigkeit der Einheit der Welt. Nur die Einheit der Welt kann die menschliche Rasse aufrichten und sie in ihre nächste Entwicklungsstufe bringen: eine spirituelle globale Zivilisation.

3. Sein Leben

Bahá'u'lláh wählte freiwillig eine intensive Verfolgung aufgrund seiner Prinzipien und Lehren. Er ist nie ausgewichen. Er schwankte nie.

Bahá'u'lláh wurde verurteilt, gefoltert und inhaftiert. Seine Besitztümer wurden ihm genommen, er wurde angespuckt, verspottet, gesteinigt und vergiftet. Er wurde in ein pechschwarzes unterirdisches Verlies geworfen, eiskalt, feucht und von Ungeziefer befallen. Eine halbzentner-schwere Eisenkette wurde auf seinen Hals gelegt; seine Füße wurden in den Fußstock gelegt. Er wurde viermal verbannt, aus Teheran in Persien nach Bagdad im Irak, nach Konstantinopel und Adrianopel in der Türkei, nach Akká in Palästina, dem heutigen Israel. Er verbrachte den größten Teil seines Lebens als Gefangener.

Es ist nicht so, dass er etwas falsch gemacht hätte. Stattdessen arbeiteten die muslimischen Geistlichen mit den persischen und türkischen Regierungen zusammen, um alles in ihrer Macht stehende zu tun, um zu zerstören, was sie für eine gefährliche, schnell wachsende Ketzerei hielten, und um die fortschrittlichen Bahá'í-Lehren zu unterdrücken und zu zerstören.

Trotz intensiver Verfolgung schrieb Bahá'u'lláh mehr als hundert Bände, die Gottes Plan für die Verwirklichung eines universellen dauerhaften Friedens enthüllten.

4. Die Wirkung seines Lebens und seiner Lehren auf seine Anhänger

Während Bahá'u'lláhs Lebenszeit erlebten Tausende und Abertausende eine spirituelle Transformation, die ihr Leben dramatisch veränderte. Wie Bahá'u'lláh wurden auch sie als Ketzer verurteilt und schwer gefoltert und hingerichtet. Heute folgen Millionen von Menschen Bahá'u'lláhs Lehren und arbeiten an der Besserung der Welt, der Wohlfahrt der Menschheit.

Bahá'u'lláh entwirft ein Weltbild auf der Grundlage: »Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.« Er ruft die Menschen dazu auf, »dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen.«

»Die Gefährten Gottes«, so hat Bahá'u'lláh selbst erklärt, »sind an diesem Tag der Sauerteig, der die Völker der Welt voll durchdringen muss. Sie müssen solche Vertrauenswürdigkeit, Wahrhaftigkeit und Ausdauer, solche Taten und einen solchen Charakter zeigen, dass die ganze Menschheit aus ihrem Beispiel Nutzen ziehen kann.«

»Ich schwöre bei Ihm, der der Größte Ozean ist!« bestätigt Er wiederum, »Selbst im Atem solch reiner und geheiligter Seelen liegen weitreichende Kräfte verborgen. So groß sind diese Kräfte, dass sie ihren Einfluss auf alles Erschaffene ausüben.«

5. Die Prophezeiungen, die Er gemacht hat

Einige sind wahr geworden; einige werden heute wahr. Hier ist etwas aus der Vergangenheit: Bahá'u'lláh hat bedeutungsschwere Sendschreiben an die Könige und Herrscher Seiner Zeit gesandt. Unter ihnen waren die Kaiser Napoleon III. von Frankreich & Wilhelm der I. von Deutschland.

Im Buch 'Die Verkündigung Bahá'u'lláhs an die Könige und Herrscher der Welt', ermahnte Bahá'u'lláh Kaiser Wilhelm I. und prophezeite vor etwa 150 Jahren die Leiden, welche über das deutsche Volk und Europa kommen würden, sowie im Buch 'Kitáb-i-Aqdas', über die Wehklagen Berlins:

»O König von Berlin! Horch auf die Stimme, die aus diesem offenbaren Tempel ruft: "Wahrlich, es ist kein Gott außer Mir, dem Immerwährenden, dem Unvergleichlichen, dem Altehrwürdigen der Tage." Hab acht, dass Hochmut dich nicht hindere, den Morgen göttlicher Offenbarung zu erkennen, dass irdische Wünsche dich nicht wie ein Schleier abhalten vom Herrn des Thrones in der Höhe und auf der Erde hienieden. Also rät dir die Feder des Höchsten. Er ist wahrlich der Gnädige, der Allgroßmütige. Rufe dir den ins Gedächtnis, dessen Macht die deine überragte und dessen Rang den deinen übertraf. (Napoleon III.) Wo ist er, wohin entschwunden, was er besaß? Sei gewarnt und gehöre nicht zu denen, die tief schlafen. Er war es, der den Sendbrief Gottes in den Wind schlug, als Wir ihm kundtaten, was die Scharen der Tyrannei Uns erleiden ließen. Darum überfiel ihn Schmach von allen Seiten, und mit großem Verlust sank er hinab in den Staub der Erde. Denke tief über ihn nach, o König, und über solche, die gleich dir Städte eroberten und über Menschen herrschten. Aus ihren Palästen sandte sie der Allerbarmer hinab ins Grab. Sei gewarnt! Gehöre zu denen, die nachdenken

»O Ufer des Rheins! Wir sehen euch mit Blut bedeckt, da die Schwerter der Vergeltung gegen euch gezückt wurden; und noch einmal wird es euch so ergehen. Und Wir hören das Wehklagen Berlins, obwohl es heute in sichtbarem Ruhme strahlt

6. Die Prophezeiungen, die Bahá'u'lláh erfüllt hat

Bahá'u'lláh erfüllte zahllose Prophezeiungen aus allen heiligen Büchern. Hier ist eins:

»Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen, und ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen – Offenbarung 3:12.

Aus dieser Prophezeiung ist ersichtlich, dass Christus nicht mit demselben Namen zurückkehren wird. Er wird eine andere Person sein, so wie Christus anders war als Moses. Bahá'í glauben, dass Bahá'u'lláh diese Prophezeiungen und viele andere aus verschiedenen Glaubensrichtungen erfüllt hat.

7. Die weltweite Verbreitung des Bahá'í-Glaubens

Der Bahá'í-Glaube ist in praktisch jedem Land und in vielen abhängigen Gebieten und überseeischen Departements von Staaten etabliert. Bahá'í leben in weit über 150.000 Orten. Etwa 2.100 indigene Stämme, Rassen und ethnische Gruppen sind in der Bahá'í-Gemeinde vertreten. Bahá'í-Literatur wurde in mehr als 800 Sprachen übersetzt.

Dies sind nur einige der Früchte von Bahá'u'lláhs Offenbarung. In weniger als zwei Jahrhunderten hat sie sich auf der ganzen Welt ausgebreitet und die Herzen und Vorstellungen von Millionen erfasst. Seine zukunftsweisenden, fortschrittlichen Lehren, seine herzliche Umarmung aller Menschen und seine zutiefst spirituelle Sicht auf die Realität tragen alle dazu bei, dass der Bahá'í-Glaube weltweiten Anklang findet. Es ist eine Sache für eine Religion, viele wunderbare universelle Lehren und Prinzipien zu haben -, aber dass sie tatsächlich in der Praxis funktioniert, ist kraftvoll, tiefgründig und verstärkt die Beweise für Bahá'u'lláhs Prophetentum erheblich.

Im Buch 'Bahá'u'lláh und das Neue Zeitalter' lesen wir:

»Die Größe und Erhabenheit Ihrer Ideale, die Vornehmheit und Selbstaufopferung Ihres Lebens, Ihr unerschrockener Mut und Ihre Überzeugung, Ihre erstaunliche Weisheit und Erkenntnis, Ihr sicheres Erfassen der Bedürfnisse sowohl der östlichen wie der westlichen Völker, das Umfassende und die Angemessenheit Ihrer Lehren, Ihre Macht, in Ihren Anhängern gänzliche Hingabe und Begeisterung zu entflammen, das Durchdringen und die Gewalt Ihres Einflusses, der Fortschritt der Sache, die Sie begründeten, sicherlich sind dies alles Beweise Ihrer göttlichen Sendung, so überzeugend wie irgend etwas, das die Religionsgeschichte bisher aufzuweisen vermag

Wenn Sie interessiert sind, untersuchen Sie Bahá'u'lláhs Biographie und Lehren, lesen Sie Seine Schriften und entscheiden Sie sich selbst, ob Seine Behauptungen wahr sind.

 

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Helmut Winkelbach, Bahá’í Gemeinde Erfurt

Über den Autor

Helmut Winkelbach, Bahá’í Gemeinde Erfurt

Helmut, Sekretär und Webmaster der Gemeinde, hatte 1970 den ersten Kontakt mit der Bahá'í-Religion und erklärte sich 1974 zum Bahá'í-Glauben. Über 30 Jahre lebte Helmut in Belarus und half dort die Bahá'í-Gemeinde mit aufzubauen. Seit 2014 lebt er mit seiner Familie in Erfurt. Der interreligiöse Bereich und die Förderung der jungen Generation sind besondere Anliegen von Helmut.

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