Die Sonne Bahá's ist untergegangen

Die Sonne Bahá's ist untergegangen: Bilder von Bahji

Jedes Jahr gedenken die Bahá'í auf der ganzen Welt des Hinscheidens Bahá'u'lláhs, der am 29. Mai 1892 in Bahji, in der Nähe von Akká, verstarb. Shoghi Effendi verfasste die Beschreibung dessen, was in den Stunden nach der Morgendämmerung an diesem historischen Tag folgte:

»Die Nachricht von Seinem Hinscheiden wurde sofort Sultán Abdu'l-Hamíd übermittelt durch ein Telegramm, das mit den Worten begann: »Die Sonne Bahás ist untergegangen«, und das dem Herrscher die Absicht mitteilte, die heiligen sterblichen Überreste im Bereich des Landhauses beizusetzen, wozu er bereitwillig seine Zustimmung gab. So wurde Bahá'u'lláh im nördlichsten Zimmer des Hauses, das Seinem Schwiegersohn als Wohnung diente, zur Ruhe gelegt, des nördlichsten von drei Häusern, die sich im Westen an das Landhaus anschlossen. Die Beisetzung fand noch am Tag Seines Hinscheidens kurz nach Sonnenuntergang statt.«

Einwohner der umliegenden Dörfer, Reiche und Arme, Würdenträger der Schiiten, Sunniten, Christen, Juden und Drusen, ferner Dichter, 'Ulamás und Regierungsbeamte, sie alle vereinigten sich in der Klage um den Verlust, im Lobpreis der Tugenden und der Größe Bahá'u'lláhs.

Die Schriften Bahá'u'lláhs sind sehr umfassend; sie geben sich mit jeder Phase des menschlichen Lebens ab, mit dem des Einzelnen wie mit dem der Gesellschaft, mit materiellen und geistigen Dingen, mit der Auslegung alter und neuer Schriften und mit der prophetischen Voraussicht der nahen und der fernen Zukunft. Mehr als hundert Werke und zahllose Gebete, Meditationen und Briefe bilden das Offenbarungswerk Gottes an die Menschen unserer Zeit.

Die Galerie zeigt viele meiner eigenen Bilder sowie wunderschöne Bilder von Farzam Sabetian von der Dämmerung bis zum Morgengrauen, dem Schrein Bahá'u'lláhs, dem naheliegenden Landhaus von Bahji und den umliegenden Gärten. Sie werden in keiner besonderen Reihenfolge dargestellt, außer aus Liebe und demütiger Hingabe an den Ort, an den sich die Bahá'í täglich in ihren Pflichtgebeten wenden.

Mit einem Auszug aus dem Buch Bahá'u'lláh 'Brief an den Sohn des Wolfes' möchte ich diesen Blog schließen:

»O Völker der Erde! Bei Gott! Hier bin Ich, mitten unter euch. Hütet euch, Mich zu leugnen. Gott hat Mich in einem Lichte offenbart, das alle im Himmel und auf Erden umfängt. Urteilt gerecht, o Menschen, über Meine Offenbarung, Mein Kommen und Meine strahlende Erscheinung, und gehört nicht zu denen, die Unrecht tun.«

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Helmut Winkelbach, Bahá’í Gemeinde Erfurt

Über den Autor

Helmut Winkelbach, Bahá’í Gemeinde Erfurt

Helmut, Sekretär und Webmaster der Gemeinde, hatte 1970 den ersten Kontakt mit der Bahá'í-Religion und erklärte sich 1974 zum Bahá'í-Glauben. Über 30 Jahre lebte Helmut in Belarus und half dort die Bahá'í-Gemeinde mit aufzubauen. Seit 2014 lebt er mit seiner Familie in Erfurt. Der interreligiöse Bereich und die Förderung der jungen Generation sind besondere Anliegen von Helmut.

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