Das göttliche Banner wird entfaltet werden

Pandemie, Leiden und die Errichtung des Banners des Herrn

In den Schriften Bahá'u'lláhs, in der 'Ährenlese', finden wir eine Stelle, wo Bahá'u'lláh vielleicht über diese globale Pandemie, die Klimakatastrophe und über all die Probleme unserer Zeit schrieb. Was könnte mit dem "Göttlichen Banner" in diesem Zitat gemeint sein?

»Die Welt liegt in Wehen, und ihre Erregung wächst von Tag zu Tag. Ihr Antlitz ist auf Eigensinn und Unglauben gerichtet. Ihr Zustand wird so werden, dass es nicht angemessen und schicklich wäre, ihn jetzt zu enthüllen. Lange wird ihre Verderbtheit währen. Und wenn die festgesetzte Stunde kommt, wird plötzlich erscheinen, was der Menschheit Glieder zittern macht. Dann und erst dann wird das göttliche Banner entfaltet, und die Nachtigall des Paradieses wird ihr Lied singen.«

Die aktuelle globale Pandemie hat drastische Maßnahmen auf allen Ebenen der Gesellschaft erfordert, um das Leid zu lindern und eine noch größere Katastrophe abzuwenden. Sie hat auch deutlich gemacht, dass tiefgreifende Überlegungen darüber angestellt werden müssen, wie die Menschheit aus dieser Krise hervorgehen wird. Werden wir uns auf eine gerechtere und friedlichere Welt zubewegen?

Im März 2020 vermittelte das Universale Haus der Gerechtigkeit sowohl seine tiefe Besorgnis über das Ausmaß des Leidens, das die Coronavirus-Pandemie mit sich bringt, als auch folgende Überzeugung über die Menschheit:

»Wie schwierig die Dinge derzeit auch sein mögen und wie nahe einige Teile der Gesellschaft auch an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gebracht werden – die Menschheit wird letztlich durch diese Feuerprobe gehen und daraus mit größerer Einsicht und mit einem tieferen Verständnis für die ihr innewohnende Einheit und gegenseitige Abhängigkeit hervortreten.«

Das Universale Haus der Gerechtigkeit stellte in seiner Botschaft Ridvan 2020 weiter fest:

»Führende Persönlichkeiten, angesehene Denker und Kommentatoren haben begonnen, grundlegende Konzepte und kühne Bestrebungen zu untersuchen, die in jüngster Zeit im öffentlichen Diskurs weitgehend gefehlt haben. Gegenwärtig sind dies nur erste Anzeichen, doch bergen sie die Möglichkeit in sich, dass ein Moment kollektiven Bewusstseins in Sicht sein könnte.«

Durch Seine Führung rechtgeleitet und von Seinem Lichte erleuchtet werden

Lassen Sie Bahá’u’lláh selbst die Leuchtkraft Seiner Worte auf unsere Bahn ergießen, während wir unseren Kurs zwischen den Fallgruben und Trübsalen dieses gequälten Zeitalters hindurchsteuern. Vor über einhundert Jahren und in einer Welt, der die Übel und Anfechtungen, die sie jetzt peinigen, noch ferne lagen, entflossen Seiner Feder die folgenden prophetischen Worte:

»Der Mensch kann seine wahre Stufe nicht erlangen, es sei denn durch seine Gerechtigkeit. Keine Macht kann bestehen, es sei denn durch Einheit. Keine Wohlfahrt und kein Wohlergehen kann erreicht werden, es sei denn durch Beratung.«

»Dies ist der Tag, da Gottes erhabenste Segnungen den Menschen zugeströmt sind, der Tag, da alles Erschaffene mit Seiner mächtigsten Gnade erfüllt wurde.«

Liebe Freunde, das Universale Haus der Gerechtigkeit schrieb in seiner Ridván Botschaft 1986 Folgendes:

»…während die Welt ihre dunkelste Stunde vor der Morgendämmerung durchläuft, drängt die immer heller strahlende Sache Gottes vorwärts zu jenem herrlichen Tagesanbruch, an dem das göttliche Banner entfaltet wird und die Nachtigall des Paradieses ihre Melodien schmettert.«

Der Höhepunkt dieses Prozesses liegt vielleicht noch Jahrhunderte weit voraus, aber Freude macht nicht nur das letzte Ziel. Das wahre Wesen der Menschenseele ist geistig; die Beziehung jeder Seele zu Gott und ihre Verwandtschaft mit jeder anderen Seele bringen wahres Glück und wahre Erfüllung. Noch sind unsere Bahá'í-Gemeinden weit entfernt von der Vollkommenheit, die Bahá'u'lláh für uns wünscht; aber bereits jetzt erreichen wir die Erfüllung unseres Lebens durch unsere liebevolle Hilfe füreinander, unsere Nachsicht mit den Schwächen der anderen, unsere Entschlossenheit, die von Bahá'u'lláh eingesetzten Institutionen zu entwickeln und zu unterstützen, unseren Geist der Liebe und der Duldsamkeit für alle Menschen, aber auch durch unseren Mut und unsere Ausdauer in allen Schwierigkeiten.

»Wahrlich, von Unserem Reiche der Herrlichkeit aus schauen Wir auf euch und werden jedem, der sich für den Triumph Unserer Sache erhebt, mit den himmlischen Heerscharen und einer Schar Unserer begünstigten Engel beistehen.«

(Bahá’u’lláh, 'Ährenlese aus den Schriften Bahá’u’lláhs')

‘Abdu’l-Bahá führt uns in Seinem Buch 'Beantwortete Fragen' im Kapitel über Erläuterungen zum 11. Kapitel des Buches Jesaja ein Stück des Weges:

»Überlege auch, dass während der kurzen Zeit, die seit dem Erscheinen Bahá’u’lláhs vergangen ist, Menschen aus allen Ländern, Völkern und Rassen unter den Schutz dieser Sache kamen. Christen, Juden, Zoroastrier, Buddhisten, Hindus und Perser, alle schließen sich in größter Freundschaft und Liebe zusammen, als seien diese Menschen und ihre Angehörigen seit tausend Jahren miteinander verwandt und verbunden; denn sie sind wie Vater und Sohn, Mutter und Tochter, Bruder und Schwester. Dies ist eine der Bedeutungen der Freundschaft zwischen Wolf und Lamm, Leopard und Zicklein, Löwe und Kalb.«

»Nun sieh, dass sich dies im Zeitalter Christi nicht ereignet hat, denn die Völker sind nicht unter dem einen Banner, mit dem der göttliche Spross gemeint ist, zusammengekommen. Aber in diesem Zyklus des Herrn der Heerscharen werden alle Völker und Nationen unter den Schutz dieses Banners gelangen. Auch das in alle Welt zerstreute Israel wurde im christlichen Zeitalter nicht im Heiligen Land von neuem vereint. Aber am Anfang des Zeitalters Bahá’u’lláhs begann sich dieses göttliche Versprechen, das in allen Büchern der Propheten verkündet wurde, zu erfüllen. Man kann sehen, wie von allen Teilen der Welt jüdische Geschlechter zum Heiligen Land kommen; sie leben in Dörfern und auf Boden, den sie sich erwerben, und Tag für Tag vermehrt sich ihre Zahl in einem solchen Ausmaß, dass ganz Palästina ihre Heimat werden wird.«

»Eines der großen Ereignisse«, bekräftigt ‘Abdu’l-Bahá, »welches sich am Tage der Offenbarung jenes unvergleichlichen Zweiges zuträgt, ist das Aufpflanzen des Banners Gottes unter allen Nationen. Damit ist gemeint, dass alle Nationen und Geschlechter im Schatten dieses göttlichen Banners, welches nichts anderes als der Zweig des Herrn selbst ist, versammelt und zu einer einzigen Nation verschmolzen werden. Religiöser und sektiererischer Gegensatz, Rassen- und Völkerfeindschaft, Streitigkeiten zwischen den Nationen werden ausgemerzt werden. Alle Menschen werden einer Religion angehören, werden einen gemeinsamen Glauben haben, werden zu einer einzigen Rasse vermischt und ein einziges Volk werden. Alle werden in einem gemeinsamen Vaterland wohnen, und das ist der Erdball als Ganzes.«

»Nunmehr hat in der Welt des Seins«, so erklärt Er weiter, »die Hand göttlicher Macht die Grundlagen dieser allerhöchsten Gnadengabe fest begründet. Was auch im Innersten dieses heiligen Zyklus verborgen ruht, es wird allmählich erscheinen und offenbar gemacht werden; denn jetzt ist erst der Beginn seines Wachstums und der Morgen der Offenbarung seiner Zeichen. Noch vor dem Ende dieses Jahrhunderts und dieses Zeitalters wird klar und augenscheinlich gemacht sein, wie wundersam jene Frühlingszeit war und wie himmlisch jene Gabe.«

(Shoghi Effendi, 'Die WeltordnungBahá’u’lláhs')

Was könnte unsere Aufgabe sein?

Was ist unsere Aufgabe, wie können wir aufwachen, um uns um die Menschen, unsere Brüder und Schwestern, welche in Not sind, zu kümmern? Wie uns um den Schutz von Mutter Natur kümmern? Fast alle wollen wir, dass das Leben wieder ins Gleichgewicht kommt.

In den Werken Shoghi Effendis, im Buch 'Das Kommen Göttlicher Gerechtigkeit' finden wir eine Stelle, wo er Bahá'u'lláh zitierte und diese, unsere Zeit beschrieb.

»Die Tage nähern sich ihrem Ende, und doch sieht man die Völker der Erde in schmerzlicher Achtlosigkeit versunken und in offenkundigem Irrtum befangen.«»Groß, groß ist der Glaube! Die Stunde nähert sich, in der die größte Erschütterung deutlich wird. Ich schwöre bei Ihm, Der die Wahrheit ist! Sie wird jeden mit Scheidung treffen, selbst diejenigen, die sich um Mich scharen.«»Sprich: o Menge der Achtlosen! Ich schwöre bei Gott! Der verheißene Tag ist gekommen, der Tag, an dem schreckliche Prüfungen über euren Köpfen und unter euren Füßen branden und verkünden: ›Kostet das Werk eurer Hände!‹«»Die Zeit ist da für die Vernichtung der Welt und ihrer Bewohner. Er, der Urewige, ist gekommen, damit Er unvergängliches Leben und ewiges Bewahren verleihe, und das bringe, was dem wahren Leben förderlich ist.«»Der Tag naht, da ihre Flamme [der Zivilisation] die Städte verschlingen wird, da die Zunge der Größe verkünden wird: ›Das Königreich ist Gottes, des Allmächtigen, des Allgepriesenen!‹«

»O ihr Verständnislosen! Eine schwere Prüfung für euch zieht heran und wird euch plötzlich heimsuchen. Seid rührig – vielleicht geht sie dann vorüber ohne Schaden anzurichten!«»O ihr Völker der Welt! Wisset wahrlich, dass unvorhergesehenes Elend euch folgt und schmerzliche Vergeltung eurer harrt. Denkt nicht, dass die Taten, die ihr begangen habt, vor meinen Augen ausgelöscht sind.«»O ihr Achtlosen! Obgleich die Wunder Meines Erbarmens alles Erschaffene, das sichtbare wie das unsichtbare, umschlossen und die Offenbarungen Meiner Gnade und Güte jedes Atom des Weltalls durchdrungen haben, ist dennoch die Rute, mit der Ich die Gottlosen züchtigen kann, schmerzhaft, und die Heftigkeit Meines Zornes gegen sie ist furchtbar.«

»Seid nicht bekümmert über diejenigen, die sich mit den Dingen dieser Welt beschäftigen und das Gedenken Gottes, des Größten, vergessen haben. Bei Ihm, Der die Ewige Wahrheit ist! Der Tag nähert sich, an dem der grimmige Unwille des Allmächtigen sie erfasst haben wird. Er ist wahrlich der Allgewaltige, der Allbezwingende, der Mächtigste. Er wird die Erde von der Befleckung ihrer Verderbtheit reinigen, und wird sie als Erbe denjenigen Seiner Diener geben, die Ihm nahe sind.«»Bald wird der Ruf ›Wahrlich, wahrlich, hier bin Ich, hier bin Ich‹ in jedem Lande gehört werden. Denn es hat niemals und wird niemals eine andere Zuflucht für irgendjemanden geben, zu der er fliehen könnte.«

 

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