Allgemeiner Friede

Allgemeiner Friede auf Erden und Voraussagen in den Religionen

Die Frage des allgemeinen Friedens auf Erden, verheißen in der "Heiligen Schrift", ist ein dreitausend Jahre alter Grundgedanke, d.h., es ist angekündigt, dass in den letzten Tagen, infolge des Erscheinens zweier göttlicher Offenbarungen auf der Erde, der wirkliche allgemeine Friede zwischen allen Völkern der Welt errichtet wird.

Welche Verheißungen sind das und was ist ihr Sinn?

Es ist offensichtlich, dass alle Propheten in der Vergangenheit ihre Botschaft an alle Völker der Welt richteten; da jedoch die entsprechenden Bedingungen, d. h. Transport- Kommunikations- und Informationsmittel - Presse, Internet und dergleichen - fehlten, konnten sich ihre Lehren nicht unter allen Völkern der Welt verbreiten; deshalb haben sich im Weiteren die Völker der Welt auf verschiedenen Stufen der Entwicklung befunden, sind verschiedenen Glaubens gewesen.

In unserer Zeit jedoch sind alle erwähnten Hindernisse beseitigt, und die Einheit der ganzen Menschheit ist real und offenkundig geworden. Aber unabhängig von den Menschen und entgegen ihrem Wunsch hat sich in der Welt eine solche Situation ergeben, dass die Entwicklung von Wissenschaft, Technik und materieller Zivilisation die Menschheit zu erbarmungsloser Grausamkeit geführt hat; und es zeigte sich, dass ein Land, je weiter entwickelt und zivilisierter es ist, sich in desto größerer Gefahr befindet und umso größere Verantwortung trägt.

Das kommende Friedensreich Gottes

Beachtet, wie kurz und klar in der Hl. Schrift die Lage, in der wir uns jetzt befinden, vorhergesagt ist!

Über den Ausblick auf das messianische Friedensreich in den letzten Tagen, lesen wir bei Micha (4:1, 2):

»In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben. Und die Völker werden herzulaufen, und viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinauf zum Berge des HERRN gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln!«

Im Buch Amos 8:11 (im Alten Testament) steht geschrieben:

»Siehe, es kommt die Zeit, spricht Gott der HERR, dass ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des HERRN, es zu hören; dass sie hin und her von einem Meer zum andern, von Norden nach Osten laufen und des HERRN Wort suchen und doch nicht finden werden.«

Und wir sehen jetzt, wie heute der Hunger nach dem allgemeinen Frieden zwischen allen Völkern Tag für Tag wächst. So werden uns, wenn wir die Hl. Schrift aufmerksam lesen, viele historische Ereignisse klar.

Betrachten wir unvoreingenommen und gerecht die Geschichte der letzten 175 Jahre:
1844 - Mit der Verkündigung der Lehre des Báb und Bahá'u'lláhs erklärte der 25-jährige Báb die Idee des "allgemeinen Friedens".

Die Bahá’í-Religion und der allgemeine Friede auf Erden

Die Bahá’í-Religion ist eine junge, völlig selbstständige Religion, bekannt unter dem Namen ihres Gründers Bahá'u'lláh, übersetzt ‚Herrlichkeit Gottes‘ – auch als ‚Glanz Gottes‘ bzw. ‚Pracht Gottes’, der die Wahrheit aller bisher bestehenden Religionen bestätigt.

Wenn wir überhaupt über eine neue Religion sprechen, ist Folgendes zu bedenken: Jede neue göttliche Offenbarung in Gestalt eines neuen Propheten erscheint auf der Erde erst dann, wenn die Entwicklung der Menschheit dies erforderlich macht. Die Offenbarung ändert sich dann, wenn sie den Nöten der Generation des Menschengeschlechts, der sie gegeben wurde, nicht mehr gerecht wird. In diesem Fall wird sie durch eine neue Offenbarung ersetzt, die dem Geist der Zeit und der Wahrnehmungsfähigkeit der Menschen eher entspricht.

Christus sagt (Matth.24:29-30):

»Bald aber nach der Trübsal derselben Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren, und Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden sich bewegen. Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.«

Bahá’u’lláh hat diese Verse im 'Buch der Gewissheit' ausführlich erklärt.

In dieser Zeit wo die Geistlichkeit von den Höhen ihrer Autorität auf die Erde zu fallen begannen, plötzlich am Horizont, wo die dichte Dunkelheit des religiösen Fanatismus aufstieg, die Morgenröte der "Göttlichen Offenbarung" aufgeleuchtet hat - in Gestalt des Báb, des Vorboten mit der frohen Botschaft vom Tag des Erwachens und dem Kommen des Fürsten dieser Welt, Bahá'u'lláhs, mit der Losung:

»O Völker der Welt! Ihr seid die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges.«

Bahá'u'lláh verkündete vor etwa einhundert fünfzig Jahren den Königen und Herrschern der Welt, den religiösen Führern und der gesamten Menschheit in klarer und unmissverständlicher Sprache, dass das seit langem verheißene Zeitalter des Weltfriedens und der Geschwisterlichkeit endlich erschienen und Er selbst der Träger der neuen Botschaft und Kraft Gottes sei, die das heute vorherrschende System voll Streit und Feindschaft unter den Menschen umwandeln und den Geist und die Form der vorherbestimmten Weltordnung schaffen werden.

Das Universale Haus der Gerechtigkeit hat im Oktober 1985 die Schrift 'Die Verheißung des Weltfriedens, Eine Botschaft an die Völker der Welt' weltweit veröffentlicht. Sie wurde an den Generalsekretär der Vereinten Nationen und vielen Staatsoberhäuptern, zahlreichen Regierungsmitgliedern, Diplomaten, Lehrern, Gewerkschaftlern, Religionsführern, hervorragenden Vertretern der Justizgewalt, der Polizei, der Rechtsanwälte, Ärzte und anderer Berufe, Mitgliedern von Gemeindeverwaltungen, Klubs und Vereinigungen sowie Tausenden von Einzelpersonen überreicht.

In der Botschaft vom 23. Januar 1985, schrieb das Universale Haus der Gerechtigkeit:

»Die Vereinten Nationen haben das Jahr 1986 zum Internationalen Jahr des Friedens erklärt. In Anbetracht der Gefahren, in denen die Menschheit heute steckt, und bei der Aussicht auf das Gegenmittel, den Geringeren Frieden, zu dem Bahá'u'lláh die Völker aufgerufen hat, ergreifen wir diese gottgegebene Gelegenheit, um die lebenspendenden Prinzipien, auf denen - wie unsere Lehren nachdrücklich betonen - ein dauerhafter Friede gegründet sein muss, noch umfassender und überzeugender zu verkünden.«

Wir möchten weiter darauf eingehen, was in der Hl. Schrift über unsere Zeit verkündet ist, und auch über die Verwirklichung des Weltfriedens, an der wir selbst mitwirken dürfen.

Im Buch Jesaja (im Alten Testament), im Kapitel 2:2 ist gesagt:

»Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufgehen zum Berg des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem.«

Kap. 2:4: »Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.«

Kap. 2:5: »Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des HERRN!«

Bemerkung: Dieser Berg liegt in ‘der Stadt Haifa und heißt Karmel, was in der hebräischen Sprache "Weinberg Gottes" bedeutet. In der heutigen Zeit sind auf diesem Berg der majestätische Schrein des Báb und der Sitz des Universalen Hauses der Gerechtigkeit errichtet, dem Bahá'í-Weltzentrum.

Im Buch Jesaja, Kapitel 60, lesen wir:
»Mache dich auf, werde Licht! denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. …«

Im Buch Jesaja Kapitel 62, steht:
»… dass die Heiden sehen deine Gerechtigkeit und alle Könige deine Herrlichkeit; und du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des HERRN Mund nennen wird.«

»… Man soll dich nicht mehr die Verlassene noch dein Land eine Verwüstung heißen; sondern du sollst "Meine Lust an ihr" und dein Land "Liebes Weib" heißen: denn der HERR hat Lust an dir und dein Land hat einen lieben Mann.«

Mit den Worten Bahá'u'lláhs wird dieses Land "Ard-i-Magsud" genannt, diese Begriffe sind den Bahá'ís, die Persisch und Arabisch sprechen, sehr vertraut; Begriffe wie "Ard-i-Maqsud" (das Heiligste Land, für Akká).

Und so erwarten alle Völker der Welt zwei "Göttliche Offenbarungen", die einander folgen sollen:

  • In der hebräischen Bibel das Kommen des Herrn der Kraft und des Messias (Christus).
  • Im Evangelium das Kommen des Elias und des Messias.
  • Im Koran das Kommen des Mahdi und des Messias.
  • Ebenso Ähnliches bei den anderen Religionen.

Und es ist auch verkündet, dass infolge dieser beiden Offenbarungen die Welt eine andere wird, alles im Leben sich erneuert, das ganze Weltall in eine neue Ordnung gehüllt wird und Gerechtigkeit und Wahrheit die ganze Welt umfassen werden. Hass und Bosheit werden verschwinden. Alles, was Ursache der Zwietracht zwischen Geschlechtern, Stämmen und Völkern war, wird vernichtet werden, und alles, was Ursache für Einigkeit, Übereinstimmung und Einheit ist, wird triumphieren. Bewusstlose werden zu sich kommen, Blinde sehend, Taube hörend werden, Krieg wird sich in Frieden wandeln, Feindschaft in Liebe. Die Gründe für Kriege und Streitereien werden verschwinden, und für die Menschheit - wird wirkliche Glückseligkeit anbrechen. Verschiedene Völkerschaften werden zu einem Volk, verschiedene Glaubensbekenntnisse zu einem Glauben werden. Die ganze Menschheit wird wie eine Familie und wie von einem Geschlecht aussehen, und alle verschiedenen Vorurteile, nationale, patriotische, die der Sprache und Politik, werden verschwinden und alle werden unter dem Schutz des Herrn der Kraft ewiges Leben erlangen.

Auf diese Weise ist die Verwirklichung des allgemeinen Friedens auf Erden durch das Aufeinanderfolgen zweier göttlicher Offenbarungen bedingt; diese sind, entsprechend dem Buch Jesaja 2:2 und 62:2, der Báb - bedeutet im Arabischen "das Tor" - und Bahá’u'lláh.

Im Evangelium des Johannes (10:7, 10:9, 14:30, 12:31) ist gesagt:
»Da sprach Jesus wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.«

»Ich bin gekommen, dass sie das Leben und volle Genüge haben sollen.«

»Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und hat nichts an mir.«

»Jetzt geht das Gericht über die Welt; nun wird der Fürst dieser Welt ausgestoßen werden.«

Bemerkung: Das Wort Ankunft ist im Sinn eines "Gleichnisses" zu verstehen, zum Beispiel sagen wir: der Frühling ist gekommen oder an einem heißen Tag im Herbst sagen wir: es ist, als ob der Sommer gekommen wäre - und dergleichen.

Bahá’u'lláh ist in Teheran geboren, wurde dort verhaftet, in Begleitung vierer Berittener (zweier Russen und zweier Perser), verbannt nach Bagdad/ Osmanisches Reich (Türkei) und schied hin unweit der Festung Akká in Palästina.

Die Bahá’í-Religion - als eine moderne Religion - besitzt vollkommen die Kraft und Fähigkeit, die verschiedenen Stämme, Völkerschaften zu einem Ziel zu führen und sie alle unter dem Schutz eines einzigen göttlichen Zeltes zu versammeln.

In diesen Worten Bahá’u’lláhs aus dem Jahr 1870 im Buch 'Botschaften aus ‘Akká' finden wir folgenden Text, welcher uns an die thermonuklearen Katastrophen erinnert und uns Hoffnung gibt:

»In allen Dingen ist Mäßigung wünschenswert. Wird etwas übertrieben, so erweist es sich als Quell des Unheils. Seht auf die Zivilisation des Westens, wie sie die Völker der Welt aufwühlt und beunruhigt. Eine Höllenmaschine wurde ausgeheckt und erweist sich als Waffe der Zerstörung, so grausam, wie man es nie zuvor gesehen oder gehört hat. Reinigung von dieser tiefverwurzelten, alles überflutenden Verderbnis ist nur möglich, wenn sich die Völker der Welt im Verfolg eines gemeinsamen Zieles vereinen und einen allumfassenden Glauben annehmen. Neigt euer Ohr dem Ruf dieses Unterdrückten und haltet euch fest an den Geringeren Frieden!«

»Seltsame, verblüffende Dinge gibt es in der Erde; aber sie sind dem Geist und Verständnis der Menschen verborgen. Diese Dinge sind imstande, die ganze Erdatmosphäre zu verwandeln, und eine Verseuchung mit ihnen wäre tödlich. Großer Gott! Wir haben etwas Wunderbares gesehen. Der Blitz oder eine ähnliche Kraft wird von einem Menschen, der eine Maschine bedient, gesteuert und bewegt sich nach seinem Befehl. Unermesslich erhaben ist der Herr der Macht, der offenlegt, was Er durch die Kraft Seines gewichtigen, Seines unüberwindlichen Geheißes beabsichtigt.«

»O Volk Bahás! Jedes einzelne Gebot, das Wir offenbarten, ist eine feste Burg für die Welt des Daseins und ihren Schutz. Wahrlich, dieser Unterdrückte wünscht nur eure Sicherheit und eure Würde.«

»Wir ermahnen die Mitglieder des Hauses der Gerechtigkeit und befehlen ihnen, für Schutz und Sicherheit der Männer, Frauen und Kinder zu sorgen. Es ist ihre Pflicht, allzeit und in jeder Lage den Interessen des Volkes höchste Beachtung zu schenken. Selig ist der Herrscher, der dem Gefangenen beisteht, und der Reiche, der für den Armen sorgt, und der Gerechte, der vor dem Frevler die Rechte der Unterdrückten wahrt, und glücklich ist der Treuhänder, der befolgt, was ihm der Gesetzgeber, der Altehrwürdige der Tage, vorgeschrieben hat.«

Bahá’u’lláhs Aussage über: »Diese Dinge sind imstande, die ganze Erdatmosphäre zu verwandeln, und eine Verseuchung mit ihnen wäre tödlich« blieben lange rätselhaft, und erst nach der Zündung der 1. Atombombe über Japan oder jetzt, nach Unfällen in Atomkraftwerken bei Tschernobyl und Fukushima, haben die Gelehrten erkannt, dass wir diese Zeilen als Ergebnis einer thermonuklearen Katastrophe verstehen können.

In dem aufrichtigen Wunsch, Ihnen Hoffnung und Vertrauen kundzutun, zitieren wir die nachdrückliche Verheißung Bahá'u'lláhs:

»Diese fruchtlosen Kämpfe, diese zerstörenden Kriege werden aufhören und der 'Größte Friede' wird kommen.«

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Über den Autor

Helmut, Webmaster der Gemeinde, hatte 1970 den ersten Kontakt mit der Bahá'í-Religion und erklärte sich 1974 zum Bahá'í-Glauben. Über 30 Jahre lebte Helmut in Belarus und half dort die Bahá'í-Gemeinde mit aufzubauen. Seit 2014 lebt er mit seiner Familie in Erfurt. Der interreligiöse Bereich und die Förderung der jungen Generation sind besondere Anliegen von Helmut.

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