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Bahá'u'lláh

Das Buch der Gewissheit

Das Buch der Gewissheit

Eine der frühesten Offenbarungsschriften Bahá'u'lláhs – von 1862.

Das Buch der Gewissheit hat innerhalb des Kanons der Offenbarungswerke Bahá'u'lláhs eine herausragende Stellung. Es ist, in den Worten Shoghi Effendis, das grundlegendste Buch über die Bahá'í-Offenbarung und enthält die zentralen theologischen Fragen des Glaubens. Bahá'u'lláh selbst nennt den Kitáb-i-Íqán Sayyid-i-Kutub, den Herrn der Bücher. Für das Studium der Bahá'í-Religion ist der Kitáb-i-Íqán unerlässlich.

»Dies ist der Tag, da des Herrn Zeugnis erfüllt, der Tag, da Gottes Wort erschienen ist und der Beweis fest gegründet ward. Seine Stimme ruft euch zu dem, was euch nützt, und heißt euch trachten nach dem, was euch näher führt zu Gott, dem Herrn aller Offenbarung.«

Vorwort

Der Kitáb-i-Íqán, das Buch der Gewissheit, ist eine der frühesten Offenbarungsschriften Bahá’u’lláhs (1817–1892), des Stifters der Bahá’í-Religion. Das Werk entstand 1862. Es kursierte – wie damals im Orient üblich – zunächst in Abschriften, bevor es in den frühen achtziger Jahren im Druck erschien. Der Kitáb-i-Íqán fand bereits früh das Interesse europäischer Orientalisten. Er gilt als »vorbildliche persische Prosa«, »kraftvoll im Stil, luzide in der Argumentation, schlüssig in der Beweisführung«. Das Buch wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt, beginnend mit einer englischen und einer französischen Ausgabe im Jahre 1904. Die erste deutsche Übersetzung erschien Anfang der dreißiger Jahre.

Für die Bahá’í sind alle Offenbarungsschriften Bahá’u’lláhs – und damit auch der Kitáb-i-Íqán – offenbartes Gotteswort, vergleichbar mit der Bedeutung der Worte Jesu im Neuen Testament für die Christen oder dem Qur’án für die Muslime. Gleichwohl hat der Kitáb-i-Íqán innerhalb des Kanons der Offenbarungswerke Bahá’u’lláhs eine herausragende Stellung. Er ist, in den Worten Shoghi Effendis, »das grundlegendste Buch über die Bahá’í-Offenbarung« und enthält die »zentralen theologischen Fragen des Glaubens«. Bahá’u’lláh selbst nennt den Kitáb-i-Íqán »Sayyid-i-Kutub«, den »Herrn der Bücher«. Für das – gläubige wie religionswissenschaftliche – Studium des Bahá’ítums ist der Kitáb-i-Íqán unerlässlich.

Die wesentlichen im Text behandelten theologischen und religionsphilosophischen Themen betreffen den Gottesbegriff, die Prophetologie und vor allem die Bahá’í-spezifische Interpretation der Heilsgeschichte als »fortschreitende Offenbarung«. Die zentralen Elemente dieser Lehre – die Einheit der Propheten, der gemeinsame Ursprung und die grundlegende Identität ihrer Botschaft, die Kontinuität göttlicher Offenbarung in der Geschichte und die historische Relativität der in ihr verkündeten Wahrheit – sind ein Beitrag Bahá’u’lláhs zur »dauerhaften Versöhnung … der großen Weltreligionen«. Dabei erfahren auch allegorische Textstellen des Neuen Testaments, »dunkle« Verse des Qur’án und verschlüsselte islámische Traditionen eine neue Deutung, die rationalen Ansprüchen genügt. Etwa ein Viertel des Buches behandelt christliche Themen. Die Entstehungsgeschichte des Kitáb-i-Íqán und eine ausführliche Inhaltsübersicht findet sich im Nachwort von Joachim Reitz, auf den Seiten 219–238.

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